Presse


Sankt Martinsfeiern der Birkenbachschule

Am 11. November veranstaltete die Birkenbachschule wieder das traditionelle Sankt Martinsfest in Kirchardt.

Pünktlich um 17.30 Uhr eröffnete der Birki- Chor mit einem Sankt Martinslied, dieses Jahr auf der Bühne in der Festhalle, die Feier. Die Moderatoren Crina und Lukas aus der Klasse 4c führten anschließend wie zwei Profis durch das kleine Bühnenprogramm. Die Schulleiterin Frau Gärtner begrüßte die zahlreichen Gäste und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten: den Eltern, den Schülerinnen und Schülern, dem Birki- Chor, der Feuerwehr, der Feuerwehrkapelle, den Sekretärinnen, den Lehrerinnen und Lehrern und Herrn Müller für die tolle Arbeit im Vorfeld und während der Veranstaltung.

Es folgte ein kurzweiliges Programm mit weiteren Liedern des Birki- Chors. Besonders erwähnenswert ist hierbei der Sologesang beim Lied „Träume“ von Sophie aus der Klasse 3c, der für Begeisterung in der Festhalle gesorgte.

Was es mit dem Sankt Martin auf sich hat und was im kindlichen Lebensalltag alles geteilt werden kann, erfuhren die Zuschauer von Schülerinnen und Schülern der Klasse 3b.

Nun war es laut Crina und Lukas an der Zeit auch zu teilen, ganz nach Sankt Martins Vorbild.

603,28 Euro betrug der letztjährige Erlös des Martinsfestes. Den teilten die beiden ganz im Sinne des Tages. Die eine Hälfte verbleibt an der Schule, die andere nahm Herr Auer in Vertretung seiner Frau für den Peru-Kreis in Empfang. Er bedankte sich herzlich dafür im Namen der Kinder der südamerikanischen Gemeinde.

Jetzt war die Zeit gekommen, die Kirchardter Straßen mit Laternenlichtern zu erfüllen. Angeführt von Sankt Martin (Robert aus der Klasse 4c) bewegte sich der Laternenzug durch das Neubaugebiet „Lug“. Zurück auf dem ehemaligen Pausenhof durften sich alle Schülerinnen und Schüler der Birkenbachschule ihre Martinsbrezel, gespendet von der Gemeinde Kirchardt, abholen.

Nach Liedern der Feuerwehrkapelle am lodernden Feuer auf dem Schulhof gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Foyer der Festhalle und am Lagerfeuer mit Glühwein, Kinderpunsch, Wurst und Logogebäck. Dank des großen Zuspruchs können wir auch im nächsten Jahr ein bisschen so wie Sankt Martin die Einnahmen von diesem Sankt Martinsfest wieder mit den Menschen in Peru teilen.

Am folgenden Abend hieß es dann für die Berwanger Schul- und Kindergartenkinder Sankt Martin zu feiern. Über das stimmungsvolle Fest berichten Hannah und Elija aus der 3a :

Am Dienstag, den 12.11.2019 hatten wir ein Sankt Martin Fest in der Kirche und auf dem Schulhof. Beginn war in der Kirche. Die Kindergartenkinder sangen dort ein Laternenlied und die Erst- und Zweitklässler sangen auch ein Lied. Die Viertklässler berichteten über den Mut, den man fürs Teilen braucht. Die dritte Klasse spielte das Sankt Martinsstück. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam. Nach der Kirche liefen wir alle zusammen mit unserer Laterne durch Berwangen, begleitet von der Feuerwehr. Als wir zurück waren, gab es auf dem Schulhof zu essen, zu trinken und die leckere Martinsbrezel. Dann spielten wir noch schön zusammen.

Wir, die Birkenbachschule, möchten uns ganz herzlich bei allen Akteuren, Helferinnen und Helfern bedanken. Nur durch solches Engagement werden Veranstaltungen in dieser Weise erst möglich.

Die nächste gemeinsame Schulaktion steht übrigens schon in den Startlöchern:

Am 10.12.19 bietet Herr Lazarus ein offenes Adventssingen im Foyer der Festhalle an. Genauere Informationen folgen demnächst.

Andrea Fersching


Autorenlesung und Schreibwerkstatt mit Klaus Schuker

Auch in diesem Schuljahr war es möglich den Autor Klaus Schuker für eine Autorenlesung, dieses Mal sogar mit einer von ihm geleiteten Schreibwerkstatt, für einen Vormittag an der Birkenbachschule zu gewinnen.

Am 24. Oktober 2019 konnte Herr Schuker die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a, b und c mit dem Vorlesen verschiedener spannender aber auch lustiger Passagen aus seinem Buch „Paul, Tabea und das Friedhofsgespenst“, einem Kinderkrimi, sofort begeistern. Zuvor wurden die Kinder von Frau Senghaas, der Leiterin der Gemeindebücherei Kirchardt, begrüßt. Passender hätte man den Termin nicht wählen können, denn es war die Frederickwoche, mit dem Fredericktag, welcher das Lesen der Kinder in den Fokus setzt.

Nach dem Wettspiel, bei dem Jungen gegen Mädchen antraten und ihre detektivischen Fähigkeiten zeigen konnten, durften die Kinder sich selbst kreativ ans Schreiben machen. Aufgeteilt in zwei Gruppen pro Klasse schrieben die Kinder an verschiedenen Themen, die sich die Klassen selbst überlegt hatten. Herr Schuker versah die Themen der Kinder im Vorfeld dieses Vormittags mit einem Grundgerüst zur Bearbeitung für die Kinder. In der Gruppe sammelten die Schülerinnen und Schüler nun Ideen und schrieben die „beste“ auf.

Schließlich überarbeiteten sie gemeinsam ihre Geschichte und überlegten, wie diese noch spannender und lebendiger werden könnte. Herr Schuker gab den Kindern hin und wieder Tipps. Die Kinder konnten sich also von einem echten Experten beraten lassen. Und darum ging es letztendlich: Den Kindern eine echte, authentische Schreibsituation zu bieten und in eine Autorentätigkeit, nämlich eine echte Schreibkonferenz einzutauchen. Nach der intensiven Arbeitsphase präsentierten die einzelnen Gruppen ihre fertigen Texte. Dabei wurde gelacht, aber auch gestaunt, denn die Kindertexte enthielten einige originelle Passagen. Zum Schluss gab es sogar noch eine Autogrammkarte für jedes Kind von Schreibexperte Schuker.

Für die Drittklässler war dieser Vormittag abwechslungsreich und kreativ und motiviert den einen oder anderen mit Sicherheit zum Geschichtenschreiben.

Johannes Lazarus, Andrea Fersching


 

Juniorhelfer im Einsatz an der Birkenbachschule

Ausbildung zu Ersthelfern geht weiter 

Bereits im letzten Schuljahr startete im November an der Birkenbachschule das Juniorhelfer- Programm. Hierfür wurden Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen durch das Deutsche Rote Kreuz in Erste Hilfe ausgebildet.

Im Januar 2019 konnten die ausgebildeten Kinder ihren „Dienst“ antreten und in den Pausen, ausgestattet mit einem Erste- Hilfe- Rucksack (siehe Bild) zeigen, was sie gelernt hatten.

Zu zweit standen sie auf dem Pausenhof und kümmerten sich um die Mitschüler, die Hilfe brauchten.

Dank des großen Interesses an dem Erste- Hilfe- Kurs (20 Kinder standen schon auf der Warteliste.) fand nun gleich zu Beginn des Schuljahres eine erneute Ausbildung statt.

Die Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer der Birkenbachschule freuen sich sehr, dass das Juniorhelferprogramm an der Birkenbachschule weitergeführt werden kann.

Die Schülerinnen und Schüler waren sowohl bei der Ausbildung als auch bei der Ausübung Ihrer Aufgabe mit viel Spaß aber auch Ernst bei der Sache und sind nun stolz darauf, im Notfall zu wissen, was zu tun ist und handlungsbereit zu sein.

 

Eine Schulart verschwindet, ihre Seele ging mit Ilona Steska

- Spuren in den Herzen der Birkis

Die Haupt- und Werkrealschule Kirchardt hat geschlossen, seit Jahren bekannt, schon Schnee von gestern. Schwer zu erfassen, schwer zu erfühlen, was Kirchardt da verloren hat. Aber unmöglich zu übersehen ist, was Kirchardt, was seine Birkenbachschule, was Kirchardts Kinder an Ilona Steska verloren haben.

Jahrzehntelang war die Konrektorin der Birkenbachschule die Gallionsfigur für moderne Sekundarstufenpädagogik in Kirchardt. Ob Leseecke, AntiStressSofa oder Aquarium in Klassenverantwortung - die Vollblutpädagogin war immer ganz vorne mit dabei. Als Konrektorin hatte sie vor allem im Tandem mit der früheren Rektorin Gudrun Spaltenberger eine kleine Dorfschule zu einer Ganztagsschule mit breitgefächertem Angebot ausgebaut, sich besonders um Berufsorientierungsangebote für ihre Schüler bemüht - und war dafür prompt von höchster Stelle mit dem BerufswahlSiegel BORIS ausgezeichnet worden.

Dabei war Ilona Steska keine, die sich auf ihren wohlverdienten Lorbeeren ausruhte, nein, Konrektorin Ilona Steska blieb bis zum letzten Tag hochaktiv und am Puls der Zeit. Die modernen Medien zum Beispiel hatten es ihr angetan, Chancen, Nutzen, Risiken von Internet und Co. Aber auch das Intranet und Datensicherheit lagen bei der Birkenbachschule Kirchardt in den rührigen Händen Frau Steskas. Was Ilona Steska aber am allerallermeisten am Herzen lag, das waren ihre Kinder, ihre Schüler, Kirchardts Nachwuchs. Noch mehr als moderne Vollblutpädagogin war Ilona Steska für ihre Birkis vor allem immer eins: ein ganzer Mensch mit einem großen Herzen.

Auf ihrer Verabschiedungsfeier in der Kirchardter Schulaula rührte es nicht nur die alte Klassenlehrerin Frau Steska zu Tränen, dass ehemalige Schüler als Überraschungsgäste Hunderte von Kilometern hinter sich gebracht hatten, gar aus der Schweiz angereist waren, um ihre Ilona Steska noch einmal in der Kirchardter Schule zu drücken und zu herzen. "Wissen Sie noch?" und "Ach, war des schee!" , "Des ham Sie damals astrein gemacht" und "Danke für alles" ... Dazwischen Gelächter mit tränenfeuchten Augen.

Ilona Steska, ja, das waren noch Zeiten!

Claudia Wanner


Infoveranstaltung "Medien­pädagogik" bot mehr als Infos Birkenbachschule Kirchardt stellt klar: Wir lassen unsere Kinder nicht alleine im Dschungel!

Manche Info­veran­staltungen besucht man - und weiß schon im Voraus, was die Quint­essenz des Abends sein wird. So ging es vermut­lich den meisten der unge­fähr 60 Eltern, die vergan­genen Monat in der Aula der Birken­bach­schule Kirchardt saßen und dem Vor­trag von Frau Oster­tag zum Thema "Medien­präven­tion" lauschten. Die Quint­essenz des Abends war von vorn­herein bekannt: Das Internet ist zu groß und zu komplex, um als rechts­siche­rer Raum gelten zu können - im Netz gibt es nichts, was es nicht gibt - und es ist eben­so ignorant wie unverant­wort­lich, kleine Kinder per Smart­phone, Tablet und Compu­ter diesem Inter­net allein und nur sich selbst verant­wort­lich zum Fraß vorzu­werfen.

Alles bekannt, nichts davon die große Neuig­keit... Okay, von Kinder­schreck Momo, dem toten Inter­net­mädchen, hatten noch nicht alle Anwesen­den gehört, erst recht waren nicht allen alle per­versen Horror­details bekannt. Und auch die nahezu krimi­nelle, zumindest aber psycho­dy­namische Kon­zeption des Online-Spiels Fort­nite erschreckte den ein oder anderen noch mit ihrer bislang vielleicht noch unbekann­ten Dimension an Manipulations­potential. Aber über­raschend sind solche neuen Internet-Aus­wüchse doch für nieman­den mehr: Es gibt im Netz nichts, was es nicht gibt - und es wird immer skurriler, ver­rückter und extremer!

Warum hatte also die BBS Kirchardt in persona von Kollege Lazarus keine Mühen gescheut, um Frau Sabine Ostertag, staatliche Präventions­beauftragte eigent­lich nur für den Bereich Ludwigs­burg, nach Kirch­ardt zu bekommen? Johannes Lazarus bezieht da glas­klar Stellung, wenn er davon spricht, dass kaum ein erziehe­risches Problem und Risiko für unsere Kinder bekann­ter sei, dass kaum eine päda­gogische Pflicht und Verant­wortung unbestrittener sei - und dass es trotzdem in keinem Feld der Erziehungs­praxis und des pädago­gischen Alltags mehr Inkonse­quenz und Unsicher­heiten gäbe als in diesem Bereich der Medien­pädago­gik, und zwar auf Seiten aller Verant­wort­lichen, Eltern wie auch Lehrern. Und tat­sächlich...Wir alle wissen um die Gefahren im Netz und wir alle statten trotzdem schon unsere kleinen Grund­schulkinder mit Smart­phones oder anders­artigem Internet­zugang aus - und dies häufig, ohne eine adäquate Begleitung der Kleinen in diesem Dschungel zu garan­tieren, getreu dem Motto: Verschieben wir das mit dem Internet doch auf morgen! Zu groß, zu komplex, zu anstrengend, zu erschöpft.

Sabine Ostertag ist selbst Mutter, vielleicht ließ sie deshalb jedes Morali­sieren sein und verzichtete auf den erho­benen Zeige­finger. Sie war engagiert, man spürte ihre persönliche Motivation gerade als Mutter. Aber sie blieb dabei immer sachlich und informativ... Das reichte auch völlig aus! Allein die detaillierte Sachinformation, die sie bot, war so aufrüttelnd, dass mehr Motivation der Zuhörer gar nicht möglich gewesen wäre. Alle, die da waren, gingen zwar mit einer altbekannten Quintessenz nach Hause, aber auch mit neuen erschreckenden Details, ein bisschen weniger abgehängt von der aktuellen Entwicklung und vor allem... Mit einer riesengroßen neuen Portion Sensibilität und Motivation für das Thema "Medienpädagogik" . Übrigens: Die BBS bleibt da natürlich am Ball - getreu dem Motto: Die Großen lassen die Kleinen nicht alleine!

Claudia Wanner